CSU-Nußdorf Nominierungsverfahren

 

Zehn CSU-Kandidaten wollen in den Nußdorfer Gemeinderat
Aufstellungsversammlung wählte Bürgermeisterkandidat Toni Wimmer auf Listenplatz 1


Nußdorf. Zehn Kandidatinnen und Kandidaten nominierte der CSU-Ortsverband bei der Aufstellungsversammlung für die Gemeinderatswahl im nächsten März. Toni Wimmer, der bereits im Januar als CSU-Bürgermeisterkandidat nominiert worden war, führt auch die Liste der Kandidaten für die Wahl der Gemeinderatsmitglieder an. 70 von 71 gültigen Stimmen votierten für Wimmer auf Listenplatz 1. Auf die weiteren Listenplätze 2 bis 10 wurden gewählt: Helmut Braml, Franz Feil, Tine Czogalla, Josef Pöschl, Doris Schneider, Raphaela Loider, Franz Hylak, Helene Lex und Ernst Rachl.

Zu Beginn der Nominierungsversammlung wurde Dr. Christian Hümmer, CSU- Oberbürgermeisterkandidat in der Stadt Traunstein als Wahlleiter vorgeschlagen und gewählt. Zusammen mit dem Wahlausschuß, bestehend aus Bürgermeister Hans Gnadl, der sich nicht mehr um das Bürgermeisteramt oder ein Gemeinderatsmandat bewirbt, und Marina Schneider leitete Hümmer die Nominierungsversammlung. Nachdem sich die Kandidaten für die Gemeinderatswahl vorgestellt hatten, fand die Wahl zur Listenplazierung statt.

„Alles zu geben und mit großem Engagement für die Gemeinde Nußdorf und seine Bürger einzutreten“ versprach Bürgermeisterkandidat Toni Wimmer (49) bei seiner Vorstellung. „Orientierung, Glaubwürdigkeit, Sicherheit und Transparenz“ – diese Ziele wolle er als  1. Bürgermeister vorrangig verfolgen und sich dafür einsetzen. Ein wichtiges Anliegen sei ihm „eine starke und stabile Finanzsituation“ der Gemeinde. Es seien enorme Werte geschaffen worden, zum Beispiel das neue Schulhaus. Deshalb habe sich die Gemeinde auch höher verschuldet. Es müsse gespart werden, dennoch dürfe man „vor lauter Sparen zukunftsorientierte Investitionen nicht außer Acht lassen“. Auch könne er nicht versprechen die Hebesätze für Gemeindesteuern zu senken. Das sei zwar sein Bemühen, doch wenn es finanziell nicht machbar ist, müsse es bei den bestehenden Sätzen bleiben. Den Straßenbau, vor allem die Sanierung von Gemeindestraßen  wolle er nach Dringlichkeit priorisieren und Zug um Zug vorantreiben. Als „wirklich sehr gut“ bezeichnete der die Gemeindepolitik der letzten Jahre in Bezug auf Gewerbeansiedlungen und Wohnbebauung. Es sei gelungen, dass sich namhafte Unternehmen aus der Stadt Traunstein in der Gemeinde Nußdorf ansiedeln. Für die Gemeinde bedeute dies Gewerbesteuereinnahmen und neue Arbeitsplätze. Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung müsse es gelingen Wohnraum zu schaffen, um nicht mit ansehen zu müssen, dass Nußdorfer die Gemeinde verlassen, weil sie keine bezahlbare Wohnung finden oder auch kein Eigenheim bauen können. Baulücken sollten geschlossen und zugleich eine verträgliche und moderate Baulandausweisung fortgeführt werden. „Die Vereine übernehmen eine unschätzbar wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, vor allem betreiben viele eine hervorragende Jugendarbeit“, würdigte Wimmer. Mit den Ortsvereinen wolle er einen fairen Dialog und eine gute Zusammenarbeit pflegen. Der gelernte Möbelschreiner und seit 2008 als Kriminalhauptkommissar tätige Wimmer betonte, er wolle ein Bürgermeister für Alle sein; seine Türe stehe für jedermanns Anliegen offen. Eine transparente Gemeindepolitik und ein gutes Miteinander im Ratsgremium liegen ihm besonders am Herzen. Es werde auch in Zukunft keinen Fraktionszwang geben, kündigte Wimmer für seine Gruppierung an. Nur durch die Vielfalt der persönlichen Ziele und Erfahrungen eines jeden Gemeinderatsmitgliedes bringe man die Gemeinde voran, zeigte sich Wimmer überzeugt. Was die Mobilfunkversorgung im Gemeindegebiet betrifft, gebe es noch viele weiße Flecken, die es zu schließen gilt. Eine gute und umfassende Netzabdeckung sei wichtiger Bestandteil der Daseinsfürsorge. Kritisch sieht Wimmer die Absicht, dass nordöstlich von Litzlwalchen, an der Gemeindegrenze zur Stadt Traunreut, eine Geothermie-Anlage entstehen soll. Ein Wirkungsgrad von nur 13 Prozent, der ausschließlich zur Stromgewinnung genutzt werde, ist Wimmer zu wenig effektiv.

Er habe in der schönen Gemeinde Nußdorf aufwachsen dürfen, in einem Umfeld, in dem er sich sehr zuhause fühle. Das viele Positive, dass ihm seine Heimatgemeinde gegeben habe und gebe, wolle er zurückgeben. Deshalb bewerbe er sich um das Amt des 1. Bürgermeisters. Chef im Nußdorf Rathaus zu sein sei gewiß eine große Herausforderung und keine leichte Aufgabe. Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass er die Gemeinde in eine positive und stabile Zukunft führen könne. Als Bürgermeister werde er sich mit aller Kraft und Herzblut für die Gemeinde Nußdorf einsetzen, kündigte Wimmer an. pv.

 

Zum Bild:

Toni Wimmer (mitte), CSU-Bürgermeisterkandidat, stellte bei der Aufstellungsversammlung sein Team für die Wahl des Gemeinderates am 15. März 2020 vor: (von links) Helmut Braml (Listenplatz 2), Doris Schneider (6), Franz Feil (3), Raphaela Loider (7), Josef Pöschl (5), Bürgermeister-Kandidat Toni Wimmer (1), Tine Czogalla (4), Ernst Rachl (10) Helene Lex (9) und Franz Hylak (8).  (Foto: Volk)